Wie viele Schreibmethoden kennst Du?

Die K.I.S.S.-Regel
19. September 2016
Ist Deine Melodie wirklich gut?
11. November 2016
Vielleicht kennst Du ja folgende Situation. Du hast Lust einen Song zu schreiben, schnappst Dir Dein Instrument und fängst einfach zu improvisieren an. Das machst Du dann so lange, bis Du etwas gefunden hast, was Dir gefällt. Oder: Du hörst auf, weil irgendwie nichts gutes entstanden ist.

Dieser Beitrag soll deinen Songwriting-Werkzeugkasten erweitern, in dem Du Verfahren kennenlernen wirst, die Dir mit Sicherheit zu einem besseren Songwriting verhelfen werden. Da jedes Verfahren natürlich Vor- und Nachteile hat, werden wir diese auch verdeutlichen. Legen wir also los mit einer Übersicht der gängigsten Schreibmethoden:

  • Improvisationsmethode
  • Melodiemethode
  • Akkordmethode
  • Rhythmusmethode
  • Strukturmethode

    Improvisationsmethode

    Die Improvisationsmethode ist wohl die am weitesten verbreitete Schreibmethode. Wie im Eingangstext schon beschrieben, schnappt man sich einfach sein Instrument und probiert aus. Das ganze macht man dann so lange, bis man die Hook, die Akkordfolge oder das Songstruktur gefunden hat.


    ​Melodiemethode

    Wie die Überschrift schon verrät, wird bei dieser Schreibmethode mit der Melodielinie angefangen. Gerne wird diese Methode benutzt, wenn bereits ein Text vorhanden ist. Steht die Melodielinie, werden die passenden Akkorde dazu gesucht und ggf. im Anschluss daran das Arrangement.


    Akkordmethode

    Die Akkordmethode ist das genaue Gegenteil der Melodiemethode. Zuerst wird eine schöne Akkordfolge gesucht und im Anschluss daran die passenden Melodielinie. 


    Rhythmusmethode

    Wenn ich mich mit anderen Komponisten unterhalte, höre ich im Gespräch ab und an heraus, dass diese Methode gerne genutzt wird. Der Vorteil dieser Methode besteht einfach darin, dass ein bereits vorhandener Rhythmus eine Stimmung erzeugt, welche die Kreativität unter Umständen doch noch mal anregen kann. 


    Strukturmethode

    Bei der Strukturmethode spielt die eigentliche Komposition so gut wie keine Rolle. Bei dieser Methode wird tatsächlich zuerst die Struktur des Songs festgelegt. Diese könnte z.B. wie folgt aussehen: Intro - Strophe 1 - Strophe 2 - Chorus - Strophe 3 - Chorus - Instrumental Break - Chorus - Outro. Steht die Struktur, so werden die einzelnen Songbausteine musikalisch bearbeitet. 



    Welche Methode ist denn nun die Beste? Auf diese Frage wäre meine Antwort: "Die gesunde Mischung macht´s". In unserem Studioalltag werden alle Methoden (mehr oder weniger) eingesetzt. Das wichtigste jedoch ist: Solltest Du mal bei Deiner Komposition nicht weiter kommen, so könnte Dir dieser kleinen Baukasten, bestehend aus fünf Schreibmethoden evtl. weiterhelfen. 

    Wie komponierst Du? Kennst Du noch weitere Schreibmethoden?
  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.